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Monday21 May 2018

Die Auseinandersetzung mit sich selbst

Nicht zuletzt sind Leitbilder sowie Ideale schichtspezifisch: Unterschichtheranwachsende muten an, sich stärker an persönliche Vorbilder denn an Ideale anzulehnen, sowie bei den Idealen stehen in praxi Wertausrichtungen im Vordergrund: Sport und Kunst sowie die Geborgenheit in der Familie stützen größte Signifikanz. Mittel- und Oberklasse-adoleszenten orientieren sich ausgeprägt nach politischen

sowie ungegenständlichen Idealen wie z. B. Religion, Ungebundenheit, Loyalität...).

Die Auseinandersetzung mit sich selbst im Ablauf der Ichfindung führt mehrfach zu einer Über bewertung der eigenen Person, Egozentrizität) ebenso wie im gleichen Atemzug zu einer Destabilisierung des Eigenwerts. Der Heranwachsende spricht jetzt besonders sensibel auf Erfolge ebenso wie positive Erlebnisse an. Diese mögen ihm großen Auftrieb reichen; aber auch in negativer Geltung reagiert er drastisch, reale wie noch irrtümliche Fehlschläge treffen ihn hart und können ihn, geschwinder als einen Erwachsenen, in eine Laune des Lebensüberdrusses stürzen, sh. ebenfalls Häufigkeit der Suizidbemühung. Solcherlei allgemeine Ungewissheit fördert vielmals ein übermäßiges Geltungsstreben ebenso wie ein Bedürfnis nach verzücktem Selbst-Erleben.

In fester Wechselbeziehung mit der Ichfindung erfolgt die Ablösung von der vom Familienstamm. Ebendiese passiert, wie reichlich Untersuchungen konstatieren,  beileibe nicht auf einmal, stattdessen quasi in Etappen. Die erste Ablösungsphase geschieht sich im Areal der Freizeitgestaltung, man verbringt nunmehrig seine Freizeit vorwiegend bei Gleichaltrigen und bestimmte Bevorzugungen und Interessenkerne realisiert werden. Die Identifikation mit den Wertvorstellungen des Familienverbandes, wie bspw. politische wie auch religiöse Auffassungen, bleibt intakt. Ferner bei der Lösung persönlicher Fragestellungen hat die Familie noch eine essentielle Funktion. Die Vereinbarkeit von Meinungen und Weltanschauungen zwischen Erziehungsberechtigte und Kindern ist schichtorientiert: Die Einstimmigkeit ist grundsätzlich besser in den mittleren wie noch oberen Sozialschichten. Die Erziehungsberechtigten der unteren Schichten bewältigen es offensichtlich weniger gut, Betrachtungsweisen und Werthaltungen an ihren Nachwuchs weiterzugeben.

Können und Vertrauen sind eine unbesiegte Armee. Herbert

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