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Friday19 January 2018

Sozialisierung und Selbständigkeit

Mit fünf Jahren mögen Kinder ihre Wirksamkeit im Allgemeinen hinlänglich wirklichkeitsnah beurteilen, wenn auch die Leistungsbereitschaft von Person zu Person überaus verschieden ist. Leistungsbereitschaft ist verbunden mit der Lebhaftigkeit des Kindes und vom Erziehungs Stil der Erziehungsberechtigten. Ermutigung,

Erziehung zur Autonomie und Lob für gute Errungenschaften fördern positive Leistungsmotivierung wie auch hohes Aspirationsniveau. Andererseits wird letztere vermöge Einschränkung der Selbständigkeit und Kritik vermindert.

Ein essentieller Schritt im Eingliederungsprozess ist die Gewissensbildung. Sie erfolgt zufolge Interiorisation von Standards und Werten anhand der Identifizierung mit Individuen, zu denen eine bestätigende affektive Beziehung besteht. Für das Kleinkind sind dieses die Erziehungsberechtigten. Die Stimme der Erziehungsberechtigten wird zur Stimme des Gewissens. Obwohl das menschliche Gewissen als Disposition besteht, mag es sich gleichwohl alleinig durch Lernprozesse entwickeln.

Von der pädagogischen Geschicklichkeit der Erziehungsberechtigten hängt es ab, wie wohltuend Regenl und Werte zu Eigen gemacht werden und ob somit die persönliche Fortentwicklung beeinträchtigt wird. Liegt die Hervorhebung des Führungsstils auf Meriten, verläuft der Einordnungsprozess im Allgemeinen positiv, mit dem Resultat transparenter Gewissensbildung und stabiler Umweltorientierung.

Liegt andererseits die Akzentuierung auf Bestrafung und Strenge, entfalten sich psychologische Spannungen: Die Verbindung zu dem Pädagogen wird unbestimmt, das soziale Lernen besteht vornehmlich aus einem Umgehungsauftreten. Negative Effekte für die Gewissensbildung haben auch Inkonsequenz, Vernachlässigung oder das Fehlen von emotionaler Bindung an eine Bezugsperson, den kompletten Sozialisationsverlauf wie auch die übrige Persönlichkeitsentfaltung.

Der Erziehungsstil ist schichtabhängig. In der Mittelschicht ist ein liberaler, in der Unterschicht ein rigoroser Erziehungsstil gewöhnlich. Als freisinnig gilt ein pädagogische Stil, sowie das Kind mit Hilfe von Begründungen und Bekräftigungen indirekt geprägt wird. Streng ist, wenn 'direkte' Routinen angewendet werden wie z. B. Schreien, körperliche Strafmaßnahmen.

Der liberale Erziehungsstil gewährt eine Identifikation mit der Bezugsperson und gewährt eine gute Normenverinnerlichung, der unnachsichtig führt zur Verweigerung, jedenfalls zur Auflehnung gegen die Bezugsperson und dabei zu Unsicherheit in der Normeninteriorisation und dabei darüber hinaus in der Umweltausrichtung.

Lernen ohne Gedanken, ist vergeudete Arbeit; Denken, ohne zu lernen, ist gefährlich. Konfuzius

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