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Thursday19 July 2018

Interaktion und Raumbeziehung

Die Abgrenzung der Kognition ist eine erhebliche Grundvoraussetzung für die Fortentwicklung der übrigen erkenntnismäßigen Leistungen. Das Tiefensehen und die Rezeptionskonstanz basieren auf vererbten Prädispositionen, müssen aber zufolge Übung noch ausgebildet werden.

Größenkonstanz ist schon am Abschluss des ersten Lebensjahres existent, Perzeptionskonstanz in den Grundlagen im 2. Altersjahr.

Sechsjährige erreichen mehrheitlich den Status von Mündigen. Eine besondere Herausforderung ist die Untersuchung des Raumes. Das Kind erlebt ihn unterschiedlich als der Erwachsene, mithin beileibe nicht als körperhaften Raum, sondern mit den Kategorien des Geschlossen-, Eingeschlossen- und Nebeneinanderseins. Es kann sich Raumbeziehungen nicht vorstellen, die nicht von der eigenen Position aus zu erkennen sind (prälogisches, rezeptionsgebundenes Denken).

Weiters die Zeit wird getreu sichtbarer Reaktionen beurteilt, eine wirklichkeitsnahe Zeitdefinition gibt es nach wie vor nicht. Das jeweilig Längere, Größere, Auffälligere wird mit dem längeren Zeitprozess in Interaktion gesetzt. Entsprechend wird im Übrigen das Alter mit Größe identifiziert.

Die Zeitauslegung, das Erkennen von Vergangenheit, Jetzt und Zukunft, stellt hohe Ansprüche und entwickelt sich vergleichsweise spät. Vorerst lebt das Kind vollständig im Hier und Jetzt. Erst in Etappen realisiert sich aus dem Tagesrhythmus eine erste eingeschränkte Zeitsichtweise. Große Zeiträume werden mittels gefühlsmäßiger Merkmalspunkte begriffen (Weihnachten, Geburtstag).

Erst 5 - 6jährige verbalisieren zu vorgestern und übermorgen. Siebenjährige sollten die Uhrzeit und die Serie der Monate nachvollziehen. Das Erkennen von Gegenstandsattributen (Ausmaß, Prägung, Farbe etc. .) ist ein weiterer zentraler Abschnitt in der Disputation mit den Dingen.

Außergewöhnliches Interesse hat das Kind am Gegenstandsattribut 'Größe'. Es wendet der Abgrenzung große Beachtung zu und vollbringt bereits mit 2 1/2-3 Jahren bedeutende Leistungen bei der unmittelbaren Gegenüberstellung von Größenordnungen, Längen, Höhen und Ebenen und obendrein von Farben.

Die Vorstellungskraft übt starken Einfluss auf jeden Gedanken, jede Wahrnehmung, jede Vernunft, jede Idee aus. Lateinisches Sprichwort

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