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Monday11 December 2017

Erziehungsart-Lernmotivierend

Motivationen entbrennen im Spannungsfeld von Bedürfnissen. Sie steuern humanes Handeln auf einen bezweckten Soll-Zustand hin. Es gibt eigenständige und heteronome Motivierung. Heteronom, anonymgesteuert sind die überwiegenden Lernmotivationen im Zusammenhang mit der Sozialisierung des Vorschulkindes und des jüngeren Schulkindes. Das Kind muss sich ja an Normen angleichen, deren Sinn es noch beileibe nicht erkennen kann.

Es lernt — via der Identifikation mit den Erziehungsberechtigten — das zu praktizieren, was mit Liebesgewinn belohnt und das sein zu lassen, welches mit Liebesentzug bestraft wird. Graduell werden diese Werte internalisiert, das bedeutet: in das eigene Bedeutungssystem aufgenommen.

Mittel- und Oberschichtkinder besitzen meist eine passendere Leistungsmotivation denn Unterschichtkinder. Die Beweggründe liegen in einer stärker auf die Bedürfnisse des Kindes eingehenden Erziehungsart, als auch in der methodischen Vermittlung von Erfolgserfahrung zufolge der Verstärkung und in den augenfälligeren Leistungserwartungen der Mittel- und Oberschichteltern. Die schwächere Leistungsmotivation der Unterschichtkinder führt häufig von Schulbeginn an zu unterlegenen Leistungen und dadurch zur Behinderung des Selbstsicherheitgefühls.

Kinder lernen bekanntlich weder fürs Leben noch für sich selbst. Ihre Leistungsmotivierung ist im Übrigen in den ersten Schuljahren außerordentlich ausgeprägt außengesteuert, zunächst vermittels der Identifizierung mit dem elterlichen Vorbild und Anspruchsniveau, obgleich außerdem mithilfe der Identifikation mit den Anforderungen des Lehrers und den Richtwerten der Gruppe.

Im Verlauf des Schulkindalters werden die Leistungsmotivierungen vermehrt unabhängiger von emotionalen Bindungen an Menschen. Die Einstellung zum am Objekt per se selbst als größte autarke Leistungsmotivation bekommt eine anhaltend größere Signifikanz.

Gute Noten (im Regelfall ein Leistungsfinitum, das von anspruchsvollen Erziehungsberechtigte übernommen und verinnerlicht wurde, wie noch der Nützlichkeitswert deutlicher Leistungen auf dem Weg zur Umsetzung eines persönlichen Zieles, sind zusätzliche autonome Motivierungen.

Lernen ohne Gedanken, ist vergeudete Arbeit; Denken, ohne zu lernen, ist gefährlich. Konfuzius

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