Kinder Erziehung

Teach your children well

Thursday18 January 2018

Anteilname am Objekt

Motivationen entbrennen im Spannungsfeld von Wünschen. Sie steuern humanes Verhalten auf einen intendierten Soll-Zustand hin. Es gibt autarke und heteronome Motivierung. Heteronom, fremdgesteuert sind die häufigsten Lernmotivationen im Rahmen mit der Sozialisierung des Vorschulkindes und des jüngeren Schulkindes. Das Kind soll sich ja an Maßstab adaptieren, deren Sinn es noch bei weitem nicht begreifen mag.

Es lernt — vermittels der Identifikation mit den Eltern — das zu praktizieren, was mit Liebesbenefit belohnt und das zu unterlassen, was mit Liebesentzug bestraft wird. Allmählich werden diese Werte interiorisiert, d. h. in das eigene Bedeutungsordnungsprinzip aufgenommen.

Mittel- und Oberschichtkinder realisieren mehrheitlich eine passendere Leistungsmotivation denn Unterschichtkinder. Die Anlässe liegen in einer stärker auf die Bedürfnisse des Kindes antwortenden Erziehungsformgebung, als weiters in der strukturierten Vermittlung von Erfolgserleben anhand der Stärkung und in den offensichtlicheren Leistungsfähigkeitserwartungen der Mittel- und Oberschichteltern. Die adynamische Leistungsmotivation der Unterschichtkinder führt meistens von Beginn der Schulzeit an zu schlechteren Leistungen und im Zuge dessen zur Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls.

Kinder lernen nämlich weder fürs Leben noch für sich selbst. Ihre Leistungsmotivierung ist obendrein in den ersten Schuljahren außerordentlich deutlich außengesteuert, an erster Stelle zufolge der Identifizierung mit dem elterlichen Leitbild und Anspruchslevel, indes auch mithilfe der Identifizierung mit den Forderungen des Pädagogen und den Regeln der Organisation.

Im Verlauf des Schulkindalters werden die Leistungsmotivationen vermehrt eigenständiger von gefühlsmäßigen Anhänglichkeiten an Menschen. Die Anteilnahme am am Objekt per se selbst als wichtigste selbständige Leistungsmotivation bekommt eine konstant größere Maßgeblichkeit. Gute Noten (in der Regel ein Leistungszweck, das von ambitionierten Eltern übernommen und verinnerlicht wurde, sowie der Nutzenswert anschaulicher Leistungen auf dem Kurs zur Realisierung eines subjektiven Zieles, sind zusätzliche autonome Motivationen.

Mitleid ist die Grundlage der Moral. Arthur Schopenhauer

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