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Thursday19 July 2018

Emotionen eines Schulkindes

Eintritt zu den affektiven Entgegnungen des Schulkindes ermöglichen Interviews (das Schulkind ist linguistisch schließlich wesentlich wendig er als das Kleinkind), schriftliche Aussagen und Zeichnungen, als nächstes auch Persönlichkeitsuntersuchungen und soziometrische Routinen. Kennzeichnend für die gefühlsmäßige Entfaltung des Schulkindes ist die verstärkte Vergegenwärtigung der eigenen Emotionen und eine stärkere Pragmatik (zu Personen, Geschehnissen usw.).

Emotionen mögen nunmehrig durch Worte mitgeteilt, nicht mehr größtenteils mimisch formuliert werden. Einen beeindruckend großen Raum nehmen Beklommenheits- und Unlustemotionen im Erleben des Schulkindes ein.

Am elementarsten ist wohl die Schulangst. Sie ist bei Mädchen öfters denn bei Jungen, bei jüngeren Kindern öfters als bei älteren, bei minder vernünftigen öfters als bei intelligenten vorzufinden; besonders gängig ist sie bei den Proletariatskindern und in Verknüpfung mit minimaler Schulleistung.

Sie wird vermittels eines obrigkeitlichen Führungsstils des Lehrers, vermittels einer strikten Haltung der Erziehungsberechtigten und mittels des Leistungsdrucks der Schule initiiert. Planmäßige Ermutigung trägt viel zur Minderung bei.

Aber gleichfalls nicht rationale Ängste (vor der Düsternis, vor Geistern et cetera) und Beklommenheiten vor dem Tod erscheinen. Sie stehen wohl in enger Korrelation mit Schuldgefühlen des Kindes gegenüber nicht oder seiner Position nach nicht zufriedenstellend nachgekommenen Erwartungen der Eltern, die es seit dem Augenblick zeitigster Kindheit her verinnerlicht hat.

Im Schulkindalter wird die eigene Genderrolle verinnerlicht; das Auftreten, die Anteilnahme und ebenfalls die intellektuellen Tätigkeiten bekommen nun eine den sozialen Regeln über das Aufgabenbild passende Richtung (Mädchen üben sich tendenziell in musischer Richtung, Jungen entfalten technische Interessen; Mädchen sind adaptationsbereiter, Jungen aggressiver und so weiter). Die Identifizierung mit der Genderrolle erfolgt zuerst über den gleichgeschlechtlichen Erziehungsberechtigten, als nächstes auch über die Identifikation mit anderen Wechselbeziehungspersonen (Lehrkräfte, Helden usw.).

Lernen ohne Gedanken, ist vergeudete Arbeit; Denken, ohne zu lernen, ist gefährlich. Konfuzius

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