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Thursday18 January 2018

Die Gruppeninteraktion

Die Verbindung zu den Gleichaltrigen, zur so geheißenen 'peer-group', hat in der Pubertät eine exzeptionell besondere Bedeutsamkeit. Sie ist eine gewichtige Stütze im Ablösungsvorgang — was die Eltern an Halt und Sicherheit in der Kindheit vermittelten, das wird nun stellenweise mithilfe der Gruppe der Gleichaltrigen gewährleistet. Die Verbindung mit der Altersgruppe ist weiterführend elementar für die Festigung des des Selbstvertrauens, die Eigenprofilierung generell, die wir als komplexen Prozess auffassen können.

Die Gruppeninteraktion ebnet den Weg bei der Ausrichtung in der Welt der Mündigen, insofern,  in derProtektion der Gruppe setzt sich der Adoleszente mit Moralischen Werten und Ethik der Erwachsenenwelt auseinander und konzipiert erstmalig eigene Wertentwürfe und Lebensausprägungspläne. Gerade wichtig ist der Gruppenkontakt ferner im Verhältnis mit den ersten Interaktionen zum anderen Geschlecht.

Äußerst viele Adoleszente (die Überzahl) sind organisierten Grossgruppen angegliedert, vorwiegend in Sportinstitutionen. Als Hauptimpuls bei allen Gruppen ist die Verbindung zu den Gleichaltrigen (peers) für den Beitritt zu bezeichnen; man möchte dabeisein, das Wir-Gefühl ist bedeutend, die sachlichen oder ideellen Zwecke der Institution sind weniger ausschlaggebend. Abgesehen von den Grossgruppierungen gibt es im Übrigen vielerlei Klubs, bei denen in der Hauptsache das wechselseitige Interesse verbindet.

Am persönlichsten ist Beziehung in den kleinen Freundeskreisen, wo Empfindung und Geneigtheit Kerngehalt sind. Es gibt freilich außerdem eine größere Zahl von Adoleszenten, welche sich keinerlei Gruppe anschliesst; dazu gehören Jugendliche mit einer unstabilen sozialen Beziehungsbegabung durch inkorrekter Erziehung, freilich darüber hinaus akzelerierte Adoleszente, die sich früh heterosexuell binden, solche mit Sonderbelangen etc..

Eine uncharakteristische Anordnung der jugendlichen Gesellung sind die asozialen, straff organisierten Gruppierungen, welche ihre Angehörige zäh an sich binden und neben Protektion an erster Stelle außerdem persönlichen Status beibringen.

Mitleid ist die Grundlage der Moral. Arthur Schopenhauer

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