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Monday11 December 2017

Somatische Veränderungen und sekundäre Geschlechtsmerkmale

Aufbruch und Zeitdauer der Vorpubertät sind im Zuge der somatischen Veränderung determiniert. Als Vorpubertät benennt man die Zeitdauer zwischen dem ersten Zum Vorschein Kommen der sekundären Geschlechtsmerkmale (Behaarung, Stimmbruch und so weiter) und dem ersten Wirken der Fortpflanzungsorgane (erste Monatsblutung beim Mädchen,  erster Samenerguss beim Jungen).

Mit der geschlechtlichen Distinktion erfolgt in der Regel ein  schlagartig eintretender Fortentwicklungsschub. Die Fortentwicklung von Jungen und Mädchen entfaltet sich vom vom Anbruch der Adoleszenz an ungleichartig.

Im somatischen Bereich liegt der Fokus bei den Jungen in der Dynamik der Muskulatur und der Grobmotorik, bei den Mädchen in der Fettpolsterung (runde Physis) und der Feinmotorik, und die Längen entfaltung beginnt bei den Mädchen eher als bei den Jungen.

Seit dem Zeitpunkt Mitte des vorigen Jahrhunderts verläuft die Dynamik der Kinder (nicht erst zum Auftakt der Adoleszenz, daselbst aber am deutlichsten fühlbar) beschleunigt ab, sog. Akzelerationsphänomen: Die Kinder werden stets größer und deren Adoleszenz beginnt früher.

Der Grad der Beschleunigung steht in einem innigen Zusammenhang mit der Niederlassungsform (Stadtkinder gestalten sich augenfällig schneller als Nachwuchs in provinziellen Verhältnissen); minder ausschlaggebend denn früher ist heute die soziale Gesellschaftsschichtangliederung.

Die Veranlassungenn der Beschleunigung dürften verwickelt sein, Zuvorderst stehen: Stärkere Aktivierung des Gesamtorganismus im Zuge erhöhter Anregungversorgung in der modernen Industriegesellschaft (Großstädte mit vielschichtigen Impressionsmöglichkeiten, Massenmedien et cetera) wie noch gesundheitsunterstützende Veränderungen (bessere Ernährungsweise, bessere Gesundheitspflege et cetera).

Die Akzeleration ist überwiegend ein somatisches Phänomen — Denkfähigkeit und Charakter gestalten sich keinesfalls in derselben beschleunigenten Weise. Die einzige Ausnahme ist die akzelerierte Sprachdynamik bei Mädchen der Mittel- und Oberklasse zum Abschluss der Vorpubertät (ein Symptom der fraulichen Kulturpubertät).

Die Vorstellungskraft übt starken Einfluss auf jeden Gedanken, jede Wahrnehmung, jede Vernunft, jede Idee aus. Lateinisches Sprichwort

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