Kinder Erziehung

Teach your children well

Monday11 December 2017

Spiel und Spannung

Spiel und spielerisches Tun ist charakteristisches Gebaren des kleinen Einzelwesens. Es lernt dadurch, sich in seiner Umgebung zu verständigen, mit Stoffen und Gegenständen umzugehen, eigene Ideen werkbewerkstelligend zu verwirklichen und subjektiv Erlebtes zu verarbeiten.


Zu Anfang ist das Spiel ganz und gar zweckfrei, allmählich werden aber stets konzentrierter bestimmte Ziele anvisiert. Gleichfalls die zeitliche Auseinandersetzung mit einem Spielergebnis nimmt mit zunehmendem Alter zu. Neugier und Funktionslust sind die vitalisierenden Kräfte des kindlichen Spiels. Kennzeichnend ist hierbei

vor allem zum Start der rasche Austausch von Gespanntheit und Lösung.


Das Spiel verbringt das Kind in eine prägnante Kontroverse mit den Wirklichkeiten der sozialen Umgebung. An erster Stelle gleicht es die Sachen an seinen Bedürfnissen und Wünschen an (Assimilierung), darauffolgend erwacht die Wichtigkeit an den Sachen, wie sie wirklich sind, und sie werden angepass (Adaptation).

Prozedur- und Untersuchungsspiele sind im ersten Lebensjahr material-unpräzise, vom 2. Altersjahr an substanz-spezifisch. Die Dinge werden nun auf ihre fassbaren Kennzeichen hin exploriert. Weiterhin steht jedoch das Tun zuvorderst.

Werkschaffendes Spiel: Erst auf dieser Stufe rückt das "Elaborat", das Erzeugnis in den Brennpunkt des Interesses. Jetzt wird das Produkt  signifiziert und bewußt beabsichtigt, der Entwurf wird zum  geführt, und das Resultat ist als Umsetzung des Planes zu ersehen. Der Austausch von Spannung und Lösung wird gemächlicher, Aufmerksamkeit, Beharrlichkeit und Konzentration nehmen zu.

Grundvoraussetzung für die Entfaltung des werkrealisierenden Spiels ist zweckmäßiges Spielmaterial, Platz und Ruhe zum Spielen und die Wertschätzung des Erwachsenen. Die spontane Geschäftigkeit des Kindes sollte weder mithilfe widriger Kritik noch mit Hilfe ungelegenen Materials eingeengt werden.

Rollen- oder Wunschvorstellungsspiel: In diesem Fall wiederholt das Kind Erlebtes mittels separat gestalteter, symbolische Illustration (signifikant für das Lebensalter von 2 -4 Jahren). Jegliche Objekte mögen jegliches repräsentieren; über ihren Nutzen im Spiel entscheidet die Fantasie und der Erfindungsreichtum des Kindes.

Mitleid ist die Grundlage der Moral. Arthur Schopenhauer

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