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Tuesday16 October 2018

Auseinandersetzung mit Dingen

Die Differenzierung der Perzeption ist eine deutliche Grundvoraussetzung für die Reifung der übrigen erkenntnismäßigen Leistungen. Das Tiefensehen und die Rezeptionskonstanz fußen auf genuinen Dispositionen, mögen aber vermöge Praxis noch ausgeformt werden.

Größenstabilität ist schon am Finitum des ersten Lebensjahres existent, Rezeptionskonstanz in den Grundlagen im 2. Altersjahr.

Sechsjährige erreichen meistens den Status von Mündigen. Eine besondere Fragestellung ist die Erfassung des Raumes.

Das Kind erlebt ihn unterschiedlich als der Erwachsene, von daher keineswegs als plastischen Raum, sondern mit den Kategorien des Geschlossen-, Eingeschlossen- und Nebeneinanderseins. Es kann sich Raumbeziehungen nicht vorstellen, die nicht von der eigenen Position aus zu erkennen sind (prälogisches, perzeptionsgebundenes Denken).

Darüber hinaus die Zeit wird getreu sichtbarer Auswirkungen beurteilt, eine wirklichkeitsnahe Zeitbegriffsbestimmung gibt es nach wie vor nicht. Das jeweils Längere, Größere, Intensivere wird mit dem längeren Zeitvorkommnis in Beziehung gesetzt. Dazugehörend wird obendrein das Lebensalter mit Größe festgemacht.

Die Zeitdeutung, das Registrieren von Vergangenheit, Präsens und Zukunft, stellt hohe Forderungen und entwickelt sich relativ spät. Zuvor lebt das Kind vollständig im Hier und Jetzt. Erst in Etappen entwickelt sich aus dem Tagesrhythmus eine erste begrenzte Zeitauslegung. Große Zeiträume werden vermittels gefühlsmäßiger Merkmalspunkte erkannt (Heiligabend, Geburtstag).

Erst 5 - 6jährige sprechen über vorgestern und übermorgen. Siebenjährige können die Uhrzeit und die Sequenz der Monate nachvollziehen. Das Erfassen von Gegenstandskennzeichen (Größenordnung, Prägung, Farbe etc. .) ist ein weiterer gewichtiger Schritt in der Auseinandersetzung mit den Dingen.

Außergewöhnliches Interesse hat das Kind am Gegenstandsspezifikum 'Größe'. Es wendet solcher Abgrenzung große Berücksichtigung zu und vollbringt bereits mit 2 1/2-3 Jahren ansehnliche Leistungen bei der geradlinigen Gegenüberstellung von Größenordnungen, Längen, Höhen und Ebenen und obendrein von Farben.

Lernen ohne Gedanken, ist vergeudete Arbeit; Denken, ohne zu lernen, ist gefährlich. Konfuzius

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